München, 17 November, 2025

DPN: Operative Wertschöpfung und Outperformance im Mid-Market

In einem Umfeld, das von wirtschaftlicher Unsicherheit, Marktvolatilität und gedämpfter Exit-Aktivität geprägt ist – worin unterscheidet sich der Lower Mid-Market von der breiteren Private-Equity-Landschaft?

Diese Frage bildete den Rahmen für den Private-Equity-Roundtable von DPN in Frankfurt. Unser Managing Director Christopher Bär diskutierte dort gemeinsam mit weiteren Branchenexperten, wie die aktuellen Marktdynamiken die strukturellen Unterschiede innerhalb der Assetklasse offenlegen. Einige Erkenntnisse aus der Diskussion:

  • Liquidität ist knapp – aber nicht überall in gleichem Maße. Während die Exit-Aktivität branchenweit verhalten bleibt, ist im Lower Mid-Market weiterhin mehr Bewegung zu beobachten als im Large-Cap-Segment. Am oberen Ende des Marktes hängen Unternehmensverkäufe stärker von funktionierenden IPO-Fenstern ab. Manager im Lower Mid-Market können hingegen auf ein breiteres Spektrum an Optionen zurückgreifen – von strategischen Käufern bis hin zu größeren Finanzinvestoren.
  • Die Wertschöpfung verlagert sich zurück zu den Fundamentaldaten. Sobald der makroökonomische Rückenwind und die Verfügbarkeit günstigen Fremdkapitals nachlassen, treten strukturelle Unterschiede deutlich hervor. Im Lower Mid-Market hängt die Wertschöpfung weniger von Financial Engineering ab. Sie wird stattdessen vor allem von der operativen und strategischen Weiterentwicklung der Portfoliounternehmen getragen, die häufig in attraktiven Wachstumsnischen tätig sind.
  • Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf Primaries. Primärfonds bleiben für die meisten LPs das Kerninvestment, während Co-Investments und Secondaries als ergänzende Instrumente eingesetzt werden. Die jüngsten Mittelzuflüsse in Secondaries unterstreichen deren Rolle in der Portfoliokonstruktion. Das angespannte Exit-Umfeld trifft jedoch auch dieses Segment – wie die gesamte Branche.
  • Die Managerqualität ist wichtiger denn je. Erfolg im Lower Mid-Market erfordert sehr spezifische Kompetenzen: das Identifizieren von Opportunitäten mit echtem Wertschöpfungspotenzial, das Verständnis dafür, welche operativen Hebel die Entwicklung eines Unternehmens tatsächlich verändern, und deren disziplinierte Umsetzung. Nicht jeder Manager kann dies konsistent leisten. Umso wichtiger werden Selektion und Zugang zu den besten Fonds, um das Alpha-Potenzial des Segments voll auszuschöpfen.

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